Garagenzulieferbranche startet mit Zuversicht ins Jahr 2026

12. Februar 2026

Nach einem von Unsicherheiten geprägten Jahr 2025 startet die Garagenzulieferbranche verbessert ins Jahr 2026. Gegen Ende des Jahres hellte sich das wirtschaftliche Umfeld leicht auf, nachdem sich die handelspolitischen Spannungen etwas entspannt hatten und die US-Zölle auf Schweizer Exporte tiefer ausfielen als ursprünglich befürchtet. Dennoch blieb die internationale Lage fragil: Unsicherheiten im Welthandel, eine verhaltene globale Konjunktur und zurückhaltende Wachstumsaussichten für die Schweiz prägten weiterhin das Umfeld. Vor diesem Hintergrund zeigen die Resultate des Konjunkturbarometers der Garagenzulieferbranche gegenüber dem Vorquartal eine spürbare Aufhellung bei Beschäftigung, Umsatz und Ertragslage.

Beurteilung der heutigen Situation im 4. Quartal 2025 der befragten Unternehmen

Die Beschäftigungslage in der Garagenzulieferbranche hat sich im 4. Quartal 2025 gegenüber dem Vorquartal verbessert. 52% (VQ 48%) der befragten Unternehmen beurteilen diese als gut und 48% (VQ 52%) als befriedigend. Kein Unternehmen stuft die Beschäftigungslage als schlecht ein. Auch beim Umsatz zeigt sich ein positiveres Bild. 44% (VQ 38%) der Unternehmen bewerten die aktuelle Umsatzlage als gut, 52% (VQ 62%) als befriedigend und 4% (VQ 0%) als schlecht. Damit fällt die Einschätzung insgesamt etwas günstiger aus als noch im Vorquartal. Noch deutlicher zeigt sich die Verbesserung bei der Ertragslage. 33% (VQ 21%) der Unternehmen beurteilen diese als gut, 59% (VQ 79%) als befriedigend und 7% (VQ 0%) als schlecht. Insgesamt deutet dies darauf hin, dass sich die Geschäftslage der Garagenzulieferbranche zum Jahresende hin verbessert hat, auch wenn die Ertragslage weiterhin differenzierter beurteilt wird als Beschäftigung und Umsatz.

 

Trend-Prognose für das 1. Quartal 2026

Auch für das 1. Quartal 2026 bleiben die Aussichten insgesamt stabil. Kurzarbeit ist weiterhin kein Thema: Kein Unternehmen plant entsprechende Massnahmen. Beim Personalbestand rechnen 22% (VQ 24%) der Unternehmen mit einem zunehmenden, 78% (VQ 72%) mit einem gleichbleibenden und kein Unternehmen (VQ 3%) mit einem abnehmenden Bestand. Damit gehen die befragten Unternehmen mehrheitlich von einer stabilen Entwicklung aus. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der Beschäftigungslage. 22% (VQ 14%) rechnen mit einer besseren, 78% (VQ 79%) mit einer gleichbleibenden und kein Unternehmen (VQ 7%) mit einer schlechteren Entwicklung. Der Ausblick fällt damit leicht zuversichtlicher aus als im Vorquartal. Im Personalbereich bleibt der Kostendruck hoch. 56% (VQ 48%) der Unternehmen rechnen mit steigenden und 44% (VQ 52%) mit gleichbleibenden Personalkosten. Beim Materialbereich erwarten 44% (VQ 31%) steigende, 52% (VQ 69%) gleichbleibende und 4% (VQ 0%) sinkende Kosten. Damit ist zwar weiterhin mit Kostensteigerungen zu rechnen, die Unternehmen beurteilen die Entwicklung aber insgesamt noch als bewältigbar. Zuversichtlicher als im Vorquartal fallen die Erwartungen bei Umsatz und Ertragslage aus. Beim Umsatz rechnen 41% (VQ 34%) mit einer steigenden, 48% (VQ 55%) mit einer gleichbleibenden und 11% (VQ 10%) mit einer sinkenden Entwicklung. Bei der erwarten 26% (VQ 10%) eine bessere, 63% (VQ 79%) eine gleichbleibende und 11% (VQ 10%) eine schlechtere Entwicklung. Besonders bei der Ertragslage zeigt sich damit eine spürbare Verbesserung der Erwartungen gegenüber dem Vorquartal.

 

Bemerkung: Prozentuale Abweichungen resultieren aus Rundungsdifferenzen.